Darknet

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Darknet

Ein Darknet ist ein Overlay-Netzwerk, auf das nur mit spezifischer Software, Konfiguration oder Autorisierung zugegriffen werden kann, wobei häufig nicht standardmäßige Kommunikationsprotokolle und -ports verwendet werden. Zwei typische Darknet-Typen sind Friend-to-Friend-Netzwerke (normalerweise für die Dateifreigabe mit einer Peer-to-Peer-Verbindung) und private Netzwerke wie Tor.

Der wechselseitige Begriff für ein verschlüsseltes Darknet ist "clearnet" oder "Surface Web", wenn auf indexierbare Inhalte von Suchmaschinen verwiesen wird.

Terminologie[Bearbeiten]

"The Darknet" wird oft mit dem Dark Web austauschbar verwendet, da auf Tors Darknet viele versteckte Dienste zur Verfügung stehen. Der Begriff wird oft ungenau mit dem Deep Web ausgetauscht, da Tors Geschichte eine Plattform ist, die nicht durchsucht werden konnte. Das Mischen der beiden Begriffe wurde als ungenau beschrieben. Einige Kommentatoren empfehlen, die Begriffe auf unterschiedliche Weise zu verwenden.

Ursprünge[Bearbeiten]

"Darknet" wurde in den 70er Jahren geprägt, um Netzwerke zu bestimmen, die aus Sicherheitsgründen von ARPANET (das sich zum Internet entwickelte) isoliert wurden. Darknet-Adressen konnten Daten von ARPANET empfangen, wurden jedoch nicht in den Netzwerklisten angezeigt und beantworteten keine Pings oder andere Anfragen.

Der Begriff wurde nach der Veröffentlichung von "The Darknet und die Zukunft des Vertriebs von Inhalten", einer Veröffentlichung von Peter Biddle, Paul England, Marcus Peinado und Bryan Willman, vier Angestellten von Microsoft, die behaupteten, dass das Darknet die Präsenz von Darknet sei, öffentlich bekannt primäres Hindernis für die Entwicklung von DRM-Technologien (Workable Digital Rights Management) und unvermeidliche Verletzung des Urheberrechts.

Subkulturen[Bearbeiten]

Der Journalist J. D. Lasica beschrieb in seinem 2005 erschienenen Buch Darknet: Hollywoods Krieg gegen die digitale Generation die Reichweite von Darknet, die Filesharing-Netzwerke umfasst. Demzufolge hat der Journalist Jamie Bartlett 2014 in seinem Buch The Dark Net eine Reihe unterirdischer und aufstrebender Subkulturen beschrieben, darunter Camgirls, Krypto-Anarchisten, Darknet-Drogenmärkte, Selbstbeschädigungsgemeinschaften, Social Media-Rassisten und Transhumanisten.

Vervendung[Bearbeiten]

Darknets können im Allgemeinen aus verschiedenen Gründen verwendet werden, z.B.

  • Computerkriminalität (Cracking, Dateikorruption etc.)
  • Dissidenten vor politischen Repressalien schützen
  • Dateifreigabe (Warez, persönliche Dateien, Pornografie, vertrauliche Dateien, illegale oder gefälschte Software usw.)
  • Besserer Schutz der Persönlichkeitsrechte der Bürger vor gezielter und Massenüberwachung
  • Verkauf von beschränkten Gütern auf Darknet-Märkten
  • Whistleblowing und Nachrichtenlecks
  • Kauf oder Verkauf illegaler oder illegaler Waren oder Dienstleistungen
  • Umgehen Sie Netzwerkzensur- und Inhaltsfilterungssysteme oder umgehen Sie restriktive Firewall-Richtlinien.
  • Die Ausübung von Menschenrechten wie das Recht auf freie Meinungsäußerung oder Vertragsabschluß ohne Einwirkung von Handel oder Staat.
  • Das Vermeiden einer emotionalen Batterie (Kriminalität) wie dieser kann durch das Neuromarketing verursacht werden.
  • Weigerung, der Überwachung in Kommunikationsnetzen zuzustimmen, wenn zwischen dem Internet Service Provider und dem Endbenutzer kein Recht zur Einwilligung formal anerkannt oder anerkannt wird.

Software[Bearbeiten]

Für alle Darknets ist eine spezielle Software oder Netzwerkkonfiguration erforderlich, die für den Zugriff darauf erstellt wurde, z. B. Tor, auf das über einen benutzerdefinierten Browser von Vidalia (auch als Tor-Browser-Paket bezeichnet) oder alternativ über einen Proxy, der für dieselbe Funktion konfiguriert ist, zugegriffen werden kann.

Aktiv[Bearbeiten]

  • Dezentrales Netzwerk 42 (nicht für Anonymität, sondern zu Forschungszwecken)
  • Freenet ist standardmäßig ein beliebtes Darknet (friend-to-friend). Seit Version 0.7 kann es als "opennet" laufen (Peer-Knoten werden automatisch erkannt).
  • GNUnet kann als Darknet verwendet werden, wenn die Option "F2F (Netzwerk) -Topologie" aktiviert ist.
  • I2P (Invisible Internet Project) ist ein weiteres Overlay-Netzwerk mit einem Darknet, dessen Sites als "Eepsites" bezeichnet werden.
  • OneSwarm kann als Darknet für die gemeinsame Nutzung von Freunden und Freunden ausgeführt werden.
  • RetroShare kann standardmäßig als Darknet (Friend-to-Friend) ausgeführt werden, um anonyme Dateiübertragungen durchzuführen, wenn die DHT- und Discovery-Funktionen deaktiviert sind.
  • Riffle ist ein Client-Server-Darknet-System, das gleichzeitig sichere Anonymität bietet (sofern mindestens ein Server nicht beeinträchtigt wird), effiziente Berechnungen und minimale Bandbreitenbelastung.
  • Syndie ist eine Software, mit der verteilte Foren über die anonymen Netzwerke von I2P, Tor und Freenet veröffentlicht werden.
  • Tor (The onion router) ist ein Anonymitätsnetzwerk, das auch ein Darknet enthält - seine "versteckten Dienste". Es ist die bekannteste Instanz eines Darknets und wird oft fälschlicherweise mit dem Darknet als Ganzes gleichgesetzt
  • Tribler kann als Darknet für die gemeinsame Nutzung von Dateien ausgeführt werden. Weitere Details erforderlich
  • Zeronet ist eine Open-Source-Software, die darauf abzielt, ein internetähnliches Computernetzwerk von Peer-to-Peer-Nutzern von Tor aufzubauen.

Nicht länger unterstützt[Bearbeiten]

  • RShare (eingestellt)
  • StealthNet (eingestellt)

Verstorben[Bearbeiten]

  • AllPeers
  • anoNet
  • Turtle F2F

Siehe auch auf BitcoinWiki[Bearbeiten]

Ressourcen[Bearbeiten]